Rezension: Zum Teufel mit den Millionen von Kim Schneyder

Titel:Zum Teufel mit den Millionen
Autor:Kim Schneyder
Erscheinungsdatum:16. April 2012
ISBN:978-3492300315
Seitenanzahl:304
Verlag:Piper Verlag

Klapptext:

Was hat man, wenn man im Lotto gewinnt, Unternehmerin wird und sich den Traummann angelt? Nur Ärger, muss Molly Becker feststellen! Sie wird von mysteriösen Kundenklagen überhäuft, ihr Erspartes schwindet – und ihr Liebster gleich mit. Was bleibt, sind Mollys Freundinnen Lissy und Tessa, mit denen sie die merkwürdigen Zufälle untersucht und einem hinterhältigen Plan auf die Spur kommt …

Fazit:

Irgendwie ist dieses Jahr der Wurm drin…
Seit einiger Zeit liegt dieses Buch schon auf meinem SuB rum, ich schleiche immer wieder drum herum, will eigentlich wissen was Molly jetzt so erleben darf nach ihrem Millionengewinn. Denn das erste Buch dieser Reihe war so locker leicht, so fluffig das ich mich gern an die Geschichte erinnere und wenn ich grad kein neues, aktuelles Hörbuch zur Hand hab dann höre ich es mir auch gern nochmal an. Entsprechend freute ich mich auch auf den zweiten Teil, denn ich erwartete ein ähnlich tolles Buch.

Wie ihr evtl. grad schon raus gelesen habt, ich wurde bitter enttäuscht. Als ich die ersten Seiten las verlor ich schneller das Interesse daran als ich lesen konnte. Ich legte das Buch beiseite und nahm mir fast ein Jahr lang vor es weiter zu lesen…
Natürlich fragte ich mich woran das liegen konnte. An mir? An der Autorin? Gar am Buch? Vom Stil her war es nicht wirklich anders als der erste Teil und doch übersah ich anfangs etwas Wesentliches. Den ersten Teil habe ich als Hörbuch gehört und Irina von Bentheim, die Sprecherin, gab dem Buch eine Note die schweigendes Papier mit den Wörtern nicht transportieren kann. Sie verlieh den Figuren eine Stimme, die Worte kamen anders rüber, nun beim gedruckten Buch musste ich es selbst die Stimme sein, die Figuren bekamen einfach nicht die tiefe die sie in der Hörbuchfassung hatten.
Als ich kürzlich nun mal wieder nach einem neuen Hörbuch Ausschau hielt fand ich nun dieses Buch als Hörbuch. Ich zögerte kurz denn mir war die kurze Liaison mit dem gedruckten Exemplar noch sehr gut in Erinnerung. Aber ich griff zu und dadurch dass ich vorab schon sehr skeptisch war hatte ich massive Probleme beim Hineinkommen. Die Molly Becker die ich in diesem Buch erlebte war mir bei weiten nicht mehr so sympathisch wie im ersten, sie hat sich verändert durch ihren Job und durch den Gewinn. In meinen Augen eher zum Negativen, die Veränderung ist nicht mal wirklich sichtbar, man „liest“ es zwischen den Zeilen heraus, sie ist zwar immer noch herzensgut , aber irgendwie unsympathischer als im ersten Teil. Gerade bei diesem Buch finde ich die Verbundenheit zur Hauptfigur so unheimlich wichtig, sie war es nämlich die mich das erste Buch so sehr lieben lassen hat. Und nun ist sie eine andere geworden.

Ich fand dieses Hörbuch leider nur „nett“, „nett“ kann aber auch schnell der kleine Bruder von „scheiße“ sein, ist er in diesem Fall aber nicht. Ich werde es sich nochmal ein zweites Mal hören, aber unterm Strich wurde ich persönlich doch ein wenig enttäuscht. Vermutlich liegt es in diesem Fall sogar eher an mir als am Buch selbst, denn wie schon gesagt, Stilistisch ist es mit dem ersten sehr ähnlich (ok gleich). Aber nachdem mir der erste Teil so gut gefallen hat, erwartete ich vom zweiten genau dasselbe.

Ich habe mit mir einige Tage gerungen was meine Mützenwertung anbelangt, habe hin und her überlegt. Denn die Story selbst hat nur so viel tiefe wie ich erwartet habe, die Figuren sind auch so wie erwartet, nur das Gesamtpaket hat mir nicht so gefallen. Ich habe mich entschlossen drei Mützen zu vergeben. Es ist nicht schlecht, aber auch kein Jahreshighlight oder geht in die Richtung.

MützeMützeMütze

2 Gedanken zu “Rezension: Zum Teufel mit den Millionen von Kim Schneyder

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