Rezension: …und keiner wird dich kennen von Katja Brandis

Titel:…und keiner wird dich kennen
Autor:Katja Brandis
Erscheinungsdatum:2013
ISBN:978-3-407-81130-1
Seitenanzahl:400
Verlag:Beltz und Gelberg

 

Klapptext:
Ganz neu anfangen, alles hinter sich lassen, in eine andere Haut schlüpfen … Was für manche ein verlockendes Gedankenspiel ist, wird für die 16-jährige Maja tödlicher Ernst. Ein packender Thriller um Identität, Stalking und die Macht des Internets.

Gute Freunde, ein schönes Zuhause und den tollsten Jungen der Welt zum Freund: Nach Jahren der Angst ist Maja endlich glücklich. Bis zu dem Tag, als der Mann aus dem Gefängnis entlassen wird, der Majas Familie einst brutal terrorisiert hatte. Er schreckt auch jetzt vor nichts zurück. Die Familie muss untertauchen: neue Stadt, neue Identität, alles auf Null. Nicht mal zu Lorenzo, ihrem Freund, darf Maja, die nun Alissa heißt, Kontakt haben. Ein neuer Albtraum beginnt: Wie soll sie Freunde finden, wenn sie nur Lügen erzählen darf und schon das kleinste Partybild auf Facebook ihr Leben in Gefahr bringen kann? Und wie könnte sie Lorenzo je vergessen? Einsam, voller Wut und Sehnsucht trifft Maja eine verhängnisvolle Entscheidung …

Fazit:

Dieses Buch durfte ich lesen da ich, entgegen jeder Erwartung, es wirklich in die zweite Runde der „Buchblogger“-Aktion von Beltz & Gelberg und Blogg dein Buch geschafft habe. Ganz ehrlich? Damit hätte ich nie gerechnet und so musste ich wirklich dieses Buch lesen.
Musste? Ja musste, denn rein vom Klapptext her hätte ich es nie im Leben gelesen, auch der Titel und das Cover sprechen mich nicht wirklich an.

Es geht um Maja und deren Familie. Ihre Mutter hatte vor einiger Zeit eine Beziehung mit einem Mann der anfangs sehr nett und zuvorkommend war, sich aber dann wandelte in einen richtigen Mistkerl. Als sich Lila, Majas Mutter, von ihm trennte ging der Horror aber erst richtig los. Denn Robert war und ist ein Stalker der die Familie nicht in Ruhe lässt. Klar dass er irgendwann dafür ins Gefängnis geht. Das Buch beginnt kurz vor dem Zeitpunkt bevor Robert entlassen wird. Die Familie hat sich in einer neuen Stadt ein neues Leben aufgebaut, aber sind ihre Spuren gut genug verwischt?
Natürlich nicht, denn sonst wäre ja das Buch dort schon zu Ende und es kommt wie es kommen muss, die Familie geht ins Opferschutzprogramm und selbst dort haben sie noch nicht ihre Ruhe.

Ich will nicht zu viel verraten, aber was mir die ganze Zeit durch den Kopf ging war einfach was ich an Majas stelle machen würde? Würde ich diese Chance auch nutzen? Welchen Vornamen würde ich mir aussuchen und vor allen Dingen könnte ich mein altes Leben hinter mir lassen? Denn durch dieses Buch ist mir klar geworden das Opfer somit doppelt bestraft werden. Denn wenn ich in so ein Programm gehen würde könnte ich z.B. mich nie mehr über Bücher im Internet austauschen, auch Facebook wäre Tabu. Der Kontakt zum Rest der Familie und Freuden. Alte Hobbys könnte ich nicht mehr machen, an Wettbewerben könnte ich auch nicht teilnehmen. Es hängt so viel mehr daran als ein neuer Name und ein neuer Wohnort. Niemand darf es erfahren und man muss immer aufpassen was man sagt und wie man sich verhält… für den Rest seines Lebens.

In diesem Buch finde ich genau das sehr gut dargestellt. Ob es nun um Majas liebe geht die sie zurück lassen muss, ihre Freunde oder auch persönliche Dinge die ihr altes Leben sind und im neuen keinen Platz mehr haben dürfen.

Aber auch Robert, der Ex, ist sehr gut dargestellt mit all seinen Facetten, man lernt einige seiner Gedankenwege kennen und kann sich vorstellen wie es sein muss einen solchen Kerl ausgeliefert zu sein. Nur hatte ich den Vorteil dass ich, sobald ich das Buch zugeklappt hatte, meine Ruhe vor Robert hatte. In der Realität ist genau das nicht möglich.

Kurz, auch wenn ich das Buch lesen „musste“, ich bin froh dass es so ist, denn es ist ein Buch welches berührt und vor allen Dingen zum Nachdenken angeregt. Aber es ist auch extrem spannend wie man es von einem Thriller erwartet. Aber es ist auch ein Jugendbuch und daher zwar spannend und aufregend, aber nicht so das man davon als Erwachsender Alpträume zu befürchten hat… obwohl…

Wenn ihr das Buch auch lesen wollt, könnt ihr es gerne direkt beim Verlag bestellen.

MützeMützeMützeMützeMütze

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