Rezension: Kleine Scheißhausgeschichten von Markus Walther

So, nun möchte ich euch „Kleine Scheißhausgeschichten“ von Markus Walther vorstellen.

Dazu muss ich aber mal ein wenig weiter ausholen….

Zu Weihnachten wurde ich gefragt, was ich mir doch wünsche. Klar Bücher! Aber welches von meinem langen Wunschzettel…? Die Wahl traf genau dieses Buch und lt. der Schenkerin war es wohl so, dass Erstens sie und Zweitens auch die Dame im Buchladen sich köstlich über den Titel amüsiert haben, wie wir unterm Weihnachtsbaum übrigens auch….

Aber nun möchte ich euch das Cover zeigen.

So, nun möchte ich euch „Kleine Scheißhausgeschichten“ von Markus Walther vorstellen.

Dazu muss ich aber mal ein wenig weiter ausholen….

Zu Weihnachten wurde ich gefragt, was ich mir doch wünsche. Klar Bücher! Aber welches von meinem langen Wunschzettel…? Die Wahl traf genau dieses Buch und lt. der Schenkerin war es wohl so, dass Erstens sie und Zweitens auch die Dame im Buchladen sich köstlich über den Titel amüsiert haben, wie wir unterm Weihnachtsbaum übrigens auch….

Aber nun möchte ich euch das Cover zeigen.

Der Tod persönlich sitzt auf der Kloschüssel. Mich wundert es echt, dass er dafür Zeit hat, wo er doch immer sehr viel zu tun hat… Außerdem wundert es mich, dass er es noch kann. Ich habe in noch keiner Geschichte gehört, dass der Tod jemals etwas zu sich genommen hat, also essen oder trinken, oder muss er die Seelen wegbringen indem er sie die Kloschüssel runter spült? Lieber Autor, wie kamt ihr gerade auf DIESES Coverbild?

Aber ich möchte euch nun natürlich auch erzählen, was man in diesem Büchlein so findet.

Gehören Sie zu den Leuten, die kaum Zeit zum Lesen finden? Prima, dieses Buch ist wie gemacht für Sie! Lesen Sie es da, wo sich ein jeder die Zeit nehmen muss, etwas still zu sitzen. Sie wissen schon: Da, wo selbst der König zu Fuß hingeht.“

Doch nicht nur von Königen handeln Markus Walthers „Kleine Scheißhausgeschichten“. Die Figuren der einzelnen Kurzgeschichten könnten unterschiedlicher nicht sein: Da tummelt sich die Zahnfee neben einer sprechenden Raupe und Gevatter Tod spielt Schach. Doch etwas verbindet sie: Ihre Reise währt meistens nur wenige Seiten lang. Microfiction, zu Deutsch Kürzestgeschichten, nennt der Literaturbetrieb diese noch recht junge Gattung. Doch auch in einer Microgeschichte kann eine philosophische Weisheit, ein ganzes Lebensgefühl oder ein völlig neuer Kosmos stecken – das beweist dieser Sammelband.

Statt der Nadel im Heuhaufen, sucht der Leser hier den Heuhaufen auf der Nadel: Markus Walther liebt die Verkehrung von Klischees und provoziert, indem er den menschlichen Alltag in ein neues Licht schreibt. Oft bewegen sich die Geschichten dabei auf der Grenze zwischen Humor und Tragik, Fantasie und Realität. Da wird dem Leser beim Schmökern garantiert nicht langweilig. Wer gerne gewitzt pointierte Anekdoten liest, wird die Scheißhausgeschichten lieben.

Und meine Meinung dazu?

Es ist nicht einfach für Bücher, die nur aus Kurzgeschichten bestehen, eine Rezension zu schreiben. Wie macht man es am besten? Geht man auf jede Geschichte einzeln ein, macht ein Gesamtfazit, verreißt die, die einem nicht gefallen haben? Ich werde dieses Buch verreißen, keine Sorge

Nein, Spaß bei Seite, das Buch ist wirklich unterhaltsam, Markus Walther beherrscht wirklich das Schreiben von Kurzgeschichten und trifft sehr häufig meinen Nerv (NEIN er ist mir nicht auf die Nerven gegangen, sondern hat nur meinen getroffen!) Aber man sollte auch auf ihn hören! Er schreibt schon am Anfang, dass man immer nur eine oder zwei Geschichten lesen soll und diese dann sacken lassen. Ich habe zuerst nicht auf ihn gehört und mir wurde es irgendwann zu viel und es nervte mich richtig. Ich habe das Buch deshalb einfach eine Weile liegen lassen und erst die Tage weiter gemacht und zwar so wie von ihm geraten und siehe da es war perfekt!

Ich möchte mich hier auch zu seinem Schreibstil mal ein wenig äußern. Er schreibt immer flüssig und während des Lesens fängt man schon an die Geschichte weiter zu spinnen, was ich nicht bei jedem Autor kann und schon ein Zeichen von höchster Leseentspannung ist. Die Geschichten sind in der Regel nicht länger als ein, zwei Seiten und macht sich dabei natürlich seine Gedanken wie es ausgehen könnte. Es kommt aber (fast) immer anders. Zum Ende hin konnte ich die Wendungen schon ein wenig besser vorahnen. Ich möchte hier auch mal betonen, dass es wirklich schwierig ist, Kurzgeschichten zu verfassen (wie ich aus eigener Erfahrung weiß). Denn in einem “normalen” Buch kann man in Ruhe auf die Charaktere eingehen, ihnen Leben einhauchen, eine Geschichte darum bauen. Bei Kurzgeschichten muss dies auf 1-3 Buchseiten passieren. Der Leser muss den Protagonisten Sympathisch finden, die Story muss schlüssig sein und am Ende am besten noch mit einem Knall, enden den keiner erwartet hat. Stellt euch mal vor, ihr sollt auf drei Buchseiten einen Mord geschehen lassen, die Ermittler ihren Job machen lassen und den Täter ergreifen. Das ist nicht einfach. Markus Walther hat das aber IMMER sehr gut gelöst und das in allen möglichen Genre´s egal ob Krimi, Science Fiktion oder was auch immer.

Wenn ihr wirklich mal gute Kurzgeschichten lesen wollt, die schlüssig sind, kann ich euch dieses Buch wirklich nur an´s Herz legen. Natürlich könnt ihr auch meine Lesen, aber ob die besser oder genauso gut sind, könnt nur ihr beurteilen. Aber er hat seinen Job mehr als gut gemacht.

Einen Nachsatz habe ich noch (ich weiß, ich hab schon ewig viel zu diesem Buch geschrieben…). Mir haben natürlich nicht alle Geschichten gefallen. Aber das erwarte ich in einer Sammlung auch nicht, denn das wäre nun wirklich zu viel verlangt. Aber der größte Teil hat mir gefallen!

So nun hör ich aber wirklich auf und gehe erst mal auf den Pott um diesem Buch seiner eigentlichen Bestimmung zu zuführen, als Scheißhauspapier … oder habe ich da was falsch verstanden?

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