Rezension: Jagdsaison für Märchenprinzen

Klapptext:

Gibt es ein schöneres Gefühl, als frisch verliebt zu sein? Diese Schmetterlinge im Bauch, dieses Hochgefühl, dieser Wunsch, die ganze Welt zu umarmen … Einfach wunderbar! Seit genau 15 Tagen sind Promijägerin Marie Teufel und Verlagsleiter Christoph Köllisch ein Paar – und schon droht der jungen Liebe Gefahr. Laura von der Osten, blond, schlank, groß, ist alles, was Marie nicht ist, und hat ein Auge auf Christoph geworfen. Doch Marie will das Feld keinesfalls kampflos räumen und bläst zur Jagd auf Märchenprinzen, Promis und Herzensbrecherinnen …

Fazit:

 Lange ist es her das ich ein Buch von Gabriella gelesen habe, nicht weil es keine mehr gab die ich von ihr noch nicht gelesen habe, nein vielmehr ist es so gewesen das mir das letzte nicht allzu gut gefallen hat. Der Funke ist nicht auf mich über gesprungen und nun hatte ich Angst das es wieder passiert, denn ihren Schreibstil mag ich ja sehr. Aber da ich momentan ja dabei bin ein wenig meinen „Alt-SuB“ abzubauen, habe ich mich „gezwungen“ mich endlich wieder an eines Ihrer Bücher zu wagen. Und vorweg, ich wurde nicht enttäuscht.

Im Mittelpunkt steht Marie Teufel, welche in einem Verlag arbeitet der sich u.a. auf Promibücher spezialisiert hat. Das Promi´s nicht allzu einfach sind und teilweise sehr exzentrisch sein können, ist wohl jedem bekannt. Auch das sie manchmal ein paar Streicheinheiten für ihr Ego mehr benötigen ist bekannt. Natürlich wäre dieses Buch damit schon voll ausgelastet wie Marie sich mit den Promis bzw. angehenden Buchautoren rum schlägt, getoppt wird das aber durch die Affäre zu einem ihrer beiden Chefs. Wobei Affäre nicht richtig ist, es ist mehr eine Beziehung die mehr tiefen wie höhen hat, woran Marie mit ihrer Art nicht ganz unschuldig ist.

Sicher habt ihr schon gemerkt, es ist ein typisches Frauenbuch, wo es um Liebe, das Leben und natürlich um die Probleme der Hauptperson geht.

Gabriella Engelmann hat mich in eine wunderbare Welt genommen, von der wir Leseratten immer einen verklärten und sehr romantischen Blick haben, bei der wir denken das dass Leben mit einem „Bücherjob“ himmlisch sein muss. Das dort aber genauso Arbeitsalltag herrscht wie woanders auch, übersehen wir gerne mal. Da Gabriella, wie sie mir mal erzählte, schon fast jeden Job gemacht hat der mit Büchern zu tun hat, ist es wenig verwunderlich das die kleinen Randgeschichten die sie erzählt aus dem Verlagsleben teilweise so abstrus sind das man sie erlebt haben muss um darauf zu kommen. Ich durfte sie ja schon das eine oder andere Mal treffen bzw. Interviewen und was ich dort über sie Erfahren habe, deckt sich teilweise mit Marie Teufel. Ja, ich glaube Marie Teufel ist an die echte Gabriella angelehnt. Es gab Szenen wo ich sogar so etwas wie ein Déja vu hatte mit Charakterzügen von ihr selbst. Wo ich Gabriella und nicht Marie gesehen habe. Wenn man nun bedenkt das ich Gabriella nur flüchtig kenne, möchte ich nicht wissen wie viel mehr Gabriella in Marie steckt. Oder vielleicht sogar andersherum.

Alle jene die die Erwachsenenbücher von ihr lieben, werden auch dieses Buch lieben, es hat den selben Schreibstil, es ist eben ein „Engelmann“, handwerklich wie immer sehr gut. Marie wird sehr schnell eine Persönlichkeit mit der man gerne mit fiebert, aber auch alle anderen Figuren sind gut ausgearbeitet, die Orte kann man sich plastisch vorstellen und man ist in der Geschichte und nicht nur Beobachter. Ich denke mehr kann man von einem Buch kaum erwarten.

Eckdaten:

Titel: Jagdsaison für Märchenprinzen
Autor: Gabriella Engelmann
Erscheinungsdatum: Dezember 2005
ISBN: 978-3426632819
Seitenanzahl: 400
Verlag: Knaur

Mützenwertung:

MützeMützeMützeMützeMütze

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