Rezension: Die Buchspringer von Mechthild Gläser

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Klapptext:

Während des Sommerurlaubs auf einer vergessenen Shetlandinsel erfährt Amy, dass sie als Mitglied der Familie Lennox of Stormsay über die Fähigkeit verfügt, in Bücher zu reisen und dort Einfluss auf die Geschichten zu nehmen. Schnell findet Amy Freunde in der Buchwelt: Schir Khan, der Tiger aus dem Dschungelbuch, hat stets wertvolle Ratschläge für sie, während Goethes Werther zwar seinen Liebeskummer in tintenhaltigen Cocktails ertränkt, Amy aber auch ein treuer Freund ist, seit sie ihn vor den Annäherungsversuchen der Hexen aus Macbeth gerettet hat. Lediglich die Idee, Oliver Twist Kaugummi zu schenken, war nicht die beste … Doch bald merkt Amy, dass die Buchwelt nicht so friedlich ist, wie sie zunächst scheint. Erst verschwindet Geld aus den Schatzkammern von Ali Baba, dann verletzt sich Elizabeth Bennet auf dem Weg zum Ball mit Mr Darcy, sodass eine der bekanntesten Liebesgeschichten der Weltliteratur im Keim erstickt wird. Für Amy ist klar: Sie muss den Störenfried stellen! Doch erst, als sich die Zwischenfälle auch auf die Realität auswirken und schließlich sogar ein Todesopfer fordern, wird Amy klar, wie ernst die Bedrohung ist. Worauf hat es der geheimnisvolle Attentäter wirklich abgesehen?

Fazit:

 Wow, wow, wow. Ich muss sagen es gab lange kein Buch das mich so dermaßen gefesselt, unterhalten und in seinen Bann gezogen hat.

Es geht um Amy die mit ihrer Mutter Urlaub bei Ihrer Großmutter auf einer Shetlandinsel macht. Sie kennt weder ihre Großmutter noch das Geheimnis ihrer Familie oder gar das noch größere Geheimnis wer ihr Vater ist. Amy ist eine so genannte Buchspringerin und kann über ein Portal in Bücher springen und so dort nach dem rechten sehen. Sie darf als erstes in das Dschungelbuch springen und trifft auch direkt auf Schir Khan. Sicher wären schon Dialoge zwischen Amy und den Protagonisten sehr spannend, aber natürlich würde dies keine 384 Seiten füllen. Nein Amy wird Zeuge Ideen aus den Geschichten gestohlen werden. Die Ideen die die Geschichten zu dem machen was sie sind. Aus Alice im Wunderland zum Beispiel verschwindet das weiße Kaninchen das Alice ins Wunderland führt. Oder beim kleinen Prinzen wird die Rose geklaut. Ohne diese Dinge funktionieren die Geschichten nicht. Amy will dem nach gehen und bekommt Hilfe von Werther der aus dem Buch „Die Leiden des jungen Werthers“ stammt den sie zufällig in der „Zeile“ trifft, einem neutralen Raum für alle Buchfiguren die gerade nichts in ihren Geschichten zu tun haben. Denn habt ihr euch nicht schon mal gefragt was Buchfiguren machen wenn sie nicht gerade ihren Auftritt haben? Ich ehrlich gesagt nicht, aber ich kenne jetzt die Antwort auf diese nicht gestellte Frage 😉 . Es ist natürlich ein kniffliges Rätsel was gelöst werden muss, denn zudem kommt noch eine Buchfigur um die aus dem Buch geholt worden ist und in der realen Welt umherwandelte. Denn nicht nur Amy will das Rätsel lösen, auch noch jemand anderes.

Ich muss gestehen, das ich euch am liebsten haarklein erzählen möchte was alles vor kommt. Umso schwerer fällt es mir gerade nicht zu viel zu verraten und zu versuchen euch so viel Lust auf dieses Buch zu machen wie es mir es bereitet hat. Mechthild Gläser hat es innerhalb weniger Seiten geschafft mich gefangen zu nehmen und mich zu einer Buchspringerin zu machen. Sie hat mich auf fast jeder Seite mit Dingen überrascht die ich nicht erwartet habe. Ich muss aber auch sagen das ich nach ca. 2/3 des Buches eine Ahnung hatte (die war auch richtig) wer oder was hinter der Aktion steckt. Aber wie genau die Person das angestellt hat, darauf bin ich erst kurz bevor es gelüftet worden ist gekommen. Die Art und Weise wie Mechthild Gläser schreibt ist perfekt geeignet für jung und Alt. Sie wählt zwar teilweise Buchfiguren die nicht unbedingt jeder Jugendliche kennt, auch Geschichten die zwar alle zu klassischen Literatur gehören, dennoch nicht unbedingt jemand gehört haben muss der noch jünger ist oder sich nicht allzu viel mit dieser beschäftigt. Sie macht aber durch dieses Buch Lust auf andere Bücher, denn man lernt „DIE“ Idee dahinter oft kennen, oder eine Figur die dazu gehört.

Ich möchte es kurz machen, hier müssen 6 Mützen (ja, nicht „nur“ 5 sondern 6!) her und ich hätte auch nichts gegen ein Fortsetzung. Zudem bin ich der Meinung das jeder dieses Buch lesen muss, es ist einfach umwerfend!

Eckdaten:

Titel: Die Buchspringer
Autor: Mechthild Gläser
Erscheinungsdatum: Februar 2015
ISBN: 9783785574973
Seitenanzahl: 384
Verlag: Loewe

Mützenwertung:

MützeMützeMützeMützeMützeMütze

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