Rezension: Der Toten gedenken – Indische Frauen bitten zu Tisch von Bulbul Sharma

Basics:

Titel: Der Toten gedenken – Indische Frauen bitten zu Tisch
Verlag: EPIDU
ISBN: 978-3-942584-19-7
Preis: 6,90€
Seiten: 132

Cover:

Das Cover fällt auf. Besonders das was im Vordergrund ist. Ein Blumenkohl mit einem blutigen Messer. Ich selbst gehe davon aus das in diesem Buch viel Blut fließt. Leider ist dem nicht so. Wenn ich als Käufer im Buchladen wäre und würde nur dieses Cover sehen würde ich übrigens nicht zugreifen, da fehlt mir irgendwie was. Das gewisse extra was ich leider noch nicht mal benennen kann. Daher hier:

 

 

Klapptext:

Nach ihrem Bestseller »Der Ärger der Auberginen« hat Bulbul Sharma eine weitere Sammlung von Frauengeschichten über das Essen aus der indischen Küche geschrieben.


Eine junge Frau, vernachlässigt von ihrem lasterhaften Ehemann, entscheidet sich, ihn »auf sanfte Art« zu töten und stopft ihn mit Essen voll, eine andere kocht wie besessen, eine dritte nimmt sich Geld und kleine Schmuckstücke aus den Taschen ihres Mannes, wo sie die verschiedenen Aromen der Frauen findet, mit denen er zusammen gewesen war …

Neben dem Ehemann gibt es noch die allgegenwärtige Schwiegermutter, die schon einen Monat nach der Hochzeit in das Schlafzimmer des frisch verheirateten Paares einzieht.

Jedes Portrait ist abwechselnd witzig, bewegend, makaber – eine köstliche Auswahl, die Bulbul Sharmas meisterliches Talent für die Geschichten der kleinen Leute und die Dramen des täglichen Lebens zeigt.

Rein vom Klapptext her hört sich das Buch sehr vielseitig an, es scheinen nette Kurzgeschichten zu enthalten, aber rein vom Klapptext her habe ich nicht zugegriffen. Aber es ist ein Buch was einer etwas näheren Betrachtung wert wäre.

Daher hier auch nur:

Meine Meinung:

Wie ihr schon evtl. gelesen habt hätte ich weder wg. des Covers noch wg. des Klapptextes zugegriffen. Ich möchte euch einmal erzählen wie dieses Buch es dennoch geschafft hat von mir gelesen zu werden. Es war auf der Buchmesse und ich hatte noch ein wenig Zeit bis zu meinem nächsten Termin. Ich dachte mir ich geh mal BloggdeinBuch besuchen. Wir unterhielten uns, irgendwann outete ich mich als Bloggerin auf BloggdeinBuch und war überrascht als mir erzählt wurde das die ersten 3 Blogger die täglich kommen sich ein Buch aus dem Epidu Programm aussuchen dürfen und noch ein T-Shirt bekommen. Das Programm von Epidu kenne ich zwar ein wenig, aber nicht soooo genau. Ich schaute mir also die neuen Titel an. Konnte mich aber nicht so richtig entscheiden. Da wurde mir dieses Buch ans Herz gelegt und ich habe es mitgenommen. Das T-Shirt ist mir übrigens viiiiel zu klein, leider…Daher werde ich es übrigens die nächsten Tage hier verlosen, denn zum rumliegen und einstauben ist es viel zu schön und zu schade und ich hoffe ich finde hier jemanden der es tragen möchte.

Aber nun zurück zum Buch. Indische Frauen bitten zu Tisch passt perfekt. Denn alle Kurzgeschichten sind eingelassen in eine Totengedenkfeier (ich hoffe ich bezeichne es einigermaßen richtig). In Indien ist es scheinbar Tradition das sich die Familie am Todestag eines Angehörigen trifft und die Frauen vorab zusammen kochen. In diesem Kochen sind alle Geschichten eingelassen. Jede der Frauen erzählt eine Geschichte und dem Anlass entsprechend geht es in fast jeder um Tod, egal ob die Protagonisten schon Tod sind oder zu Tode kommen. Egal ob auf natürlich oder unnatürlichen weg. Es ist mal mit mehr Humor mal weniger, einige der Geschichten fand ich sehr gut, andere wiederrum weniger. So ist es aber immer wenn man Kurzgeschichten liest und ich habe es nicht anders erwartet. Einige haben mich richtig gerührt, bei anderen konnte ich mir ein Grinsen nicht verkneifen. Aber was ich noch viel wichtiger finde ist, das ich in eine fremde Kultur Einblick bekommen durfte. Durch einen Blog von jemanden der für 3 Monate mal bei ihrer indischen Schwiegermutter in Indien gelebt hat (sie war glaube ich Deutsche), durfte ich schon mal einen Einblick in diese Kultur gewinnen die so anders ist als die unsere.

Das Buch hat mir gefallen, ob man es nun unbedingt lesen muss weiß ich nicht. Empfehlen kann es es auf alle fälle allen die auch gerne mal was anderes lesen als das was auf den Bestellerlisten steht. Auch allen die sich für die Indische Kultur interessieren oder einfach mal einen Einblick in diese bekommen möchten.

Das Buch bekommt von mir gute:

Was nun ja alles andere als schlecht ist. Also lest es ruhig mal, lasst euch vom Zauber Indiens und dem dortigen Curry verzaubern Smiley mit geöffnetem Mund

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