Rezension: Der Sommer der Blaubeeren von Mary Simses

Titel:Der Sommer der Blaubeeren
Autor:Mary Simses
Erscheinungsdatum:21. April 2014
ISBN:978-3442382170
Seitenanzahl:416
Verlag:Blanvalet

Klapptext:
Ein Geheimnis aus der Vergangenheit. Ein Weg in die Zukunft…

Kurz vor ihrer Hochzeit fährt die New Yorker Anwältin Ellen Branford in den abgelegenen Küstenort Beacon, um den letzten Wunsch ihrer Großmutter zu erfüllen. Sie soll einen Brief überbringen und hofft, die Angelegenheit schnell erledigen zu können. Doch schon bald ahnt sie, dass sich dahinter viel mehr verbirgt. Denn inmitten von Blaubeerfeldern wartet eine alte Geschichte von Liebe und verlorenen Träumen auf Ellen – die ihr zeigen wird, dass man manchmal all seine Pläne über den Haufen werfen muss, um das wahre Glück zu finden …

Fazit:
WOW….

Eigentlich würde ich meine Rezension nach diesen Worten gerne beenden, aber ich glaube damit wärt ihr sicher nicht einverstanden.
Ellen ist eine moderne Frau, die das Großstadtleben liebt. Sie ist durch und durch New Yokerin und möchte auf die Annehmlichkeiten der Großstadt nicht verzichten. Nun ist es aber so dass Ihre Großmutter verstorben ist und sie um einen letzten gefallen gebeten hat. Und einer sterbenden schlägt man nun mal keinen Wunsch ab. So kommt es das Ellen, die Großstadtpflanze in Beacon landet. Einer Kleinstadt in der der Tratsch schneller ist als die Zeitung und in der jeder fremde auffällt. Für Ellen eine ganz neue Erfahrung.

Es gab viele Details die ich gerne wieder geben würde. Mir ist sehr lebhaft das „Business Center“ des Hotels in dem Ellen in Beacon wohnt im Gedächtnis geblieben genauso wie der Handyempfang in jedem, aber auch die Begegnungen mit Roy sind immer erwähnenswert, da die beide doch sehr dickköpfig sind und auf ihre Art immer wieder an einander geraten.

Ein weiteres Detail wurde sehr schön heraus gearbeitet, und zwar hat Ellen einen sehr guten Appetit, ihr Verlobter hat sie aber ein wenig dazu erzogen immer auf Diät zu leben. In Beacon unmöglich, denn dort lieben die Menschen es eher Herzhaft. Die Stadt ihren Namen scheinbar nicht umsonst.

Was nun den Wunsch der Großmutter betrifft, so tut Ellen alles um diesen zu erfüllen. Dabei bekommt sie immer mehr das Gefühl Ihre Großmutter nicht richtig gekannt zu haben, denn sie erfährt Dinge über sie die sie nie für möglich gehalten hat. Und sie lernt sich dabei auch besser kennen und verändert sich.

Ich muss gestehen dass ich ein Problem mit dem Buch hatte. Ellen isst verdammt viel, bzw. es wird viel über sehr leckere Gerichte gesprochen. Herzhafte Hausmannskost wie ich es liebe, während des Lesens knurrte mir ständig der Magen, denn schon allein der Gedanke an diese Gerichte ließ mir teilweise das Wasser im Munde zusammen laufen. Zudem gibt es immer wieder Anspielungen auf Blaubeermuffins und auch der Duft dieser wird beschrieben. Ich muss gestehen, ich habe beim Lesen so einige Blaubeeren vertilgt. Etwas das ich seit Jahren nicht mehr getan habe. Denn Blaubeeren sah ich zwar jedes Jahr im Regal liegen, aber sie haben mich nie angelächelt (könnte an Charly und die Schokoladenfabrik liegen 😉 ) Dieses Jahr allerdings habe ich sie verschlungen, auch mein restlicher Speiseplan hat sich etwas verändert…

Ich fand dieses Buch einfach sensationell, ein toller Sommerroman mit einem tollen Thema. Wenn man es genau nimmt steht immer die Liebe im Mittelpunkt, aber auch der Verlust eines geliebten Menschen. Sich selbst finden ist ein weiteres großes Thema, gerade für Ellen.
Die Worte von Mary Simses haben in mir ein Bild und eine Landschaft hervor gerufen, ich konnte das Meer genauso riechen wie die Blaubeeren, auch ein Archiv habe ich gesehen – gerochen und sogar die alten Papiere zwischen meinen Fingern gespürt. Sie hat es geschafft mich nach Beacon zu entführen, in dieses sympathische Küstenstädtchen.

Bevor ich meine Mützen verteile, möchte ich noch anmerken, dies ist ein Buch zum Genießen, es ist kein Buch das literarisch höchst Anspruchsvoll ist, es ist eins jener die man liest wenn man entspannen will und auch einfach mal nicht groß nachdenken. Wenn man bereit ist sich auf eine wunderschöne Geschichte zu begeben ohne großen Tiefgang und diese Geschichte ist mir wert…

MützeMützeMützeMützeMütze

4 Gedanken zu “Rezension: Der Sommer der Blaubeeren von Mary Simses

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.