Rezension: Das große Buch der Paläo-Ernährung von Diane Sanfilippo, Bill Staley, Robb Wolf

Klapptext:

Nie war es leichter, sich ohne Kalorienzählen, Diätkost oder Hungergefühl gesund zu ernähren und dabei abzunehmen, ohne das Gefühl zu haben, etwas entbehren zu müssen. Dieses Buch erklärt den Zusammenhang zwischen gesundem Aussehen und dauerhaftem Gewichtsverlust und wie man beides ganz leicht erreichen kann. Das Rezept ist einfach: Man vermeidet industriell verarbeitete Nahrungsmittel und Produkte wie Getreide, Hülsenfrüchte und pasteurisierte Milch. Mehr noch: Dadurch erhöht man die Chance, Symptome häufiger Krankheiten zu lindern oder ganz zu beseitigen!
Nichts anderes ist die Paläo-Ernährung, die auch oft als Steinzeiternährung bezeichnet wird. Das große Buch der Paläo-Ernährung enthält viele leckere Rezepte und alle Antworten auf Fragen zur Paläo-Ernährung und ist die Bibel für alle, die diese Ernährungsform für sich entdeckt haben.

Fazit:

 Ich liebe kochen und ich liebe es neue Rezepte auszuprobieren, auch andere Ernährungsformen als meine übliche zu testen. Schon bevor ich von diesem speziellen Buch gehört habe, habe ich von der Paläo Ernährung gehört. Als ich das erste Mal in dieses Buch geschnuppert habe war ich hin und weg, die Ansätze die dort erklärt worden sind hörten sich plausibel an. Die Paläo Ernährung, so ist mir es später beim Testen sehr speziell aufgefallen, ist eine sehr Eiweißreiche, oder es war Zufall das ich mir diese Rezepte raus gesucht habe. Neben einem sehr großen Teil wo erklärt wird was Paläo ist gibt es einen Teil mit 120 Rezepten für den Einstieg. Den erklärenden Teil geben ich liebend gern 4 Stern denn es ist auch für laien wunderbar erklärt und man lernt viel worauf man achten muss. Egal ob man Abnehmen will, zu viel Cholesterin hat oder andere körperliche Beschwerden die u.a. auch auf eine „falsche“ Ernährung zurück gehen, aber den Rezepten…. nein ich mag es euch noch nicht sagen. Vorweg aber noch eins. Ich bin keine Meisterköchin, koche aber doch ganz anständig wenn ich dem glauben darf was man mir erzählt. Man fragt mich auch ob ich etwas nochmal koche und die Leute kommen wieder. Fotografin bin ich übrigens eine miese, aber ich finde Fotos bei Kochbuchrezensionen immer sooo wichtig.

Aber nun zu den Rezepten:

Als erstes hatte ich mir vorgenommen die Baconaise zu machen. Da ich Sonntags gern man selbst gemachen Eiersalat (mit selbst gemachter Mayo) esse dachte ich ich nehm mal das Rezept aus dem Buch. Das Prinzip ist das selbe wie als wenn man Mayo macht, nur das man statt Öl das ausgelaufene Fett von Bacon nimmt. Und das war ein Desaster. Nicht das ich das Fett hätte nicht gewinnen können und verarbeiten, nein es war einfach eklig. Also das Endprodukt. Ich hatte es Abends gemacht und die Baconaise sah so aus: IMG_2026Nicht schlecht oder? Dachte ich auch. Probiert habe ich es auch direkt. War ungewöhnlich und sehr fett, es schmeckte ein wenig nach alten Fett. Kein wunder oder? Über Nacht habe ich das ganze dann im Kühlschrank gepackt, denn lt. Rezept hält sich die Baconnaise dort 1 Woche lang. Am nächsten morgen dann die nächste Überraschung, das Zeug war hart wie Fritierfett, nein eher wie Butter. Noch fragen? Ich habe es warm werden lassen und dann mit Eier und co vermengt, extra nicht so viel, da ich vom Vorabend ja schon wusste das sie sehr reichhaltig war.

Mit noch etwas warmen Eiern (ich hab es halt wie immer gemacht) sah das Ergebnis so aus.

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Ich erwähnte ja schon das Foodfotos nicht mein Ding sind, was man aber deutlich sieht ist der Fettfilm, und es schmeckte genauso wie es aussah, grässlich. Es schmeckte, wie ihr es sicher schon erahnen könnt ein wenig nach alten Fett. Mein Frühstück war recht schnell beendet und ich hatte 2 Tage was davon. Sorry, eigentlich bin ich nicht so für Lebensmittel weg zu schmeißen aber selbst meinen Feinden würde ich das nicht vorsetzten wollen.

Da ich aber evtl. an Fehler meinerseits dachte, ich bin schließlich nicht perfekt habe ich mir dann gestern an Apfelstreuselmuffins gemacht. Die Zutaten (Kokosmehl u.a.) waren auftreibar. Gestern habe ich mich an die Zubereitung gemacht. Auf 9 Eier kamen 1,5 EL Kokosmehl, auch sonst waren alle Zutaten eher flüssig als fest. Da ich nun mal keine Muffinform besitze und das aus den Papierdingern direkt ausgelaufen ist habe ich es in einer Kastenform ausgebacken. Naja was soll ich sagen, schaut selbst:

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Wenn ihr denkt es sieht komisch aus so sage ich euch das es nach Eiermasse mit Apfel und Kokos schmeckt, ganz komisch, nein eher eklig wenn ich ehrlich bin. Und auch hier, ich bin zwar nicht dafür, aber ich habe es entsorgt.

Wenn ich Kochbücher teste, mache ich normalerweise immer 3 Rezepte. Da ich nicht nochmal Lebensmittel weg schmeißen will, lasse ich es. Dem Rezeptteil mag ich gar keine Mütze geben, denn mir persönlich hat beides nicht geschmeckt. Vielleicht gibt es bessere Rezepte was die Paläo Ernährung betrifft, aber dieses Buch war für mich ein Griff ins Klo diesbezüglich, oder ich war zu doof das richtig zu zubereiten. Ich mag es nicht sagen, vielleicht habe ich auch einfach den falschen Geschmacksinn für diese Rezepte (obwohl gern deftig esse und Eier und Kokos liebe).

Wir ihr unten gleich seht, habe ich mich Bewertungstechnisch für einen Mittelweg entschieden, denn ich möchte beide Teile einzeln sehen und habe daher den Mittelweg in der Mützenwertung gewählt. Denn der erste Teil hat mir ja sehr gut gefallen, nur die Rezepte waren leider nicht meins.

 

Eckdaten:

Titel: Das große Buch der Paläo-Ernährung
Autor: Diane Sanfilippo, Bill Staley, Robb Wolf
Erscheinungsdatum: August 2014
ISBN: 978-3868834802
Seitenanzahl: 432
Verlag: Riva

Mützenwertung:

MützeMütze

7 Gedanken zu “Rezension: Das große Buch der Paläo-Ernährung von Diane Sanfilippo, Bill Staley, Robb Wolf

  1. Leider kann ich deine Beurteilung nur unterstützen. Ich fand das Buch wegen des Info-teils toll nd die Bilder der Rezepte haben mich auch angesprochen. Als ich jetzt das erste Rezept ( Möhren-Lebkuchen-muffins) ausprobiert habe, war ich vom Ergebnis irritiert, glaubte aber an einen Fehler meinerseits – vielleicht falsch umgerechnet? – und habe mal gegoogelt. Nachdem ich jetzt deinen Bericht gelesen habe, vermute ich, dass es doch nicht an mir liegt. Schade, die Bilder sahen so lecker aus…

  2. Mmh, ich finde die Ernährungsform vom Ansatz her schon interessant. Aber Deine Erfahrungen schrecken mich doch eher ab. Da ich auch nur noch wenig Fleisch verzehre wäre es für mich eh schwierig denke ich.
    Viele Grüße, die Alex

  3. Mein Freund ernährt sich phasenweise ketogen, das ist der Paläo-ernährung sehr ähnlich, da man weitestgehend auf Kohlenhydrate verzichtet. Ich habe selbst auch einmal versucht, scheiterte aber. Zum einen vertrage ich es nicht so recht, so viel Fett und Proteine, und zum anderen finde ich vieles sehr gewöhnungsbedürftig. Dein Rezeptbeispiel passt da gut zu: der Geschmack ist meist fettig – etwas, was ich gar nicht mag und woran ich mich nicht gewöhnen will. Aber meinem Freund hilft es! Ihm ging es davor nämlich gesundheitlich sehr schlecht und seit er Keto immer mal wieder macht, geht es ihm besser.

    Liebe Grüße

    1. Das war bei mir auch das größte Problem, ich habe nur das pure Fett geschmeckt, bzw. eine undefinierbare Masse. Sicher gibt es Menschen für die es perfekt ist, für mich leider nicht. Wobei ich ja die Ansätze ja sehr gut finde.

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