Rezension: Biss gehabt von Maria M. Lacroix, Nathan Jaeger und Tonja Züllig

Titel:Biss gehabt: Drei fantastische Leckerbissen
Autor:Maria M. Lacroix, Nathan Jaeger und Tonja Züllig
Erscheinungsdatum:Oktober 2012
ISBN:978-3906017105
Seitenanzahl:188
Verlag:Twinmedia

Klapptext:
Kaffee mit Biss (Maria M. Lacroix): Diana Cunningham ist knallharte Jägerin und beschützt ihre Stadt vor den Monstern der Nacht. Als wäre ihr Leben nicht stressig genug, muss sie sich zusätzlich mit dem tödlichen Fluch einer Hexe herumschlagen.Und dann ist da noch Werwolf Jamie … Dämonenbiss (Nathan Jaeger)Als cooler Barkeeper hat der magisch begabte Detlef die Kundschaft im angesagtesten Club der Stadt voll im Griff. Sein Leben ist locker und leicht, bis ein Ritter in schimmernder Rüstung seine Vergangenheit und eine junge Frau namens Tia seine Gefühlswelt durcheinander bringen. Elbenbiss (Tonja Züllig)Der Fantasyautor Michael Mortenson leidet unter einer hartnäckigen Schreibblockade. Da kommt ihm die Bitte eines befreundeten Psychiaters, drei seiner Patienten bei der Suche nach der verschwundenen Psychotherapeutin Rose zu begleiten, gerade recht. Einziger Hinweis zu Roses Verbleib ist eine geheimnisvolle, in elbisch geschriebene Nachricht …

Fazit:
3 Kurzgeschichten, komplett unterschiedlich. Und doch haben sie ein gemeinsam. Sie haben „Biss“. Vorkommen tun darin Vampire, Werwölfe, Elben, Dämonen, der Teufel, eine Hexe und ganz viel Fantasie.

Ich möchte direkt vorweg nehmen dass ich hier nicht sagen werde, dass mir Geschichte A besser als Geschichte B gefallen hat. Denn das ist nicht möglich. Jede auf Ihre Art und Weise ist sehr schön und gut und nach jeder habe ich gedacht das sie viel zu kurz ist. Ich hätte dem Autor gerne noch ein paar Anregungen gegeben um mehr Seiten zu füllen und jeweils ein „ganzes Buch“ daraus zu machen. Gerade bei der zweiten hatte ich dieses Bedürfnis. Denn der Anfang war sehr, sehr gut, auch die Mitte. Nur zum Schluss hatte ich das Gefühl das die Geschichte zu einem Ende „kommen musste“. Aber es war auch die Geschichte wo ich mir einige Fragen stellte warum etwas so ist wie es ist. Nicht am Ende, sondern schon während der Geschichte. Nicht das es schlecht gewesen wäre, ich hinterfrage vermutlich einfach zu viel.

Die erste Geschichte, ist etwas ganz anderes. Sie hat mich ein wenig an Wien, Stadt der Vampire erinnert. Einfach weil auch ein „Wesen“ in einer Welt wie wir sie nicht kennen mit Wesen die sich geoutet haben ermittelt. Es ist aber doch ganz anders. Und das Gefühl des Kennens ebbte schnell ab. Hier hat mich der Werwolf Jamie als Figur sehr gefangen genommen. Er ist sehr gut beschrieben und hat starke Charakterzüge. Man bedenke wir reden hier von einer Kurzgeschichte, und der Autor hat keine 200 oder mehr Seiten Zeit. Die Story selbst ist gut durchdacht und dank einiger kleiner Kuriositäten lädt sie auch zum schmunzeln ein.

Die letzte Geschichte von der Autorin und Verlegerin, war jene in die ich Anfangs am schlechtesten rein kam. Vermutlich weil ich sie direkt im Anschluss an die zweite las. Diese Geschichte hat mich am meisten verblüfft, denn sie nahm am Anfang direkt Wendungen mit denen man nicht rechnen kann. 4 Charaktere stehen im Mittelpunkt, wovon ich 2 als sehr stark bezeichnen würde. Zum einen ist da Wolf der ganz sicher kein Mensch ist, zum anderen ist da Michael, ein Fantasyautor mit Schreibblockade. Während Michael den sympathischen Teil übernimmt, ist Wolf der „Miesepeter“ mit dem man es sich nicht verscherzen möchte. Über die Story mag mir nichts verraten, denn egal was ich schreibe verrate ich zu viel. Denn der Klapptext hat genau die richtige Mischung aus etwas verraten und nicht zu viel.

Kurzum, diese Anthologie kann ich jedem ans Herz legen. Gerade aber auch jeden die nicht jedem Fantasywesen hinterher hecheln, denn diese entsprechen nicht der „Norm“.

MützeMützeMützeMützeMütze

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