Rezension: Benjamins Schatten von Angelika Kaufmann

Titel:Benjamins Schatten
Autor:Angelika Kaufmann
Erscheinungsdatum:Juni 2013
ISBN:9783862822324
Seitenanzahl:152
Verlag:ACABUS Verlag

Klapptext:
„Wer sich zum Esel macht, schleppt die Säcke“, liest der Esel Benjamin, als er sich auf den Weg in ein neues Leben macht, das den Sog der Abhängigkeit hinter sich lässt und destruktive Beziehungen überwindet.
Angelika Kaufmann, Erziehungswissenschaftlerin und Soziologin, veranschaulicht das psychosoziale Phänomen der Co-Abhängigkeit, indem sie ihre Erfahrungen von Projekten mit Suchtkranken und deren Angehörigen mit Hilfe der Geschichte des Esels Benjamin weitergibt. Dieser muss eine lange Reise auf sich nehmen, die zur Bewährungsprobe wird. Die eigenen Grenzen erfahrend, kann er schließlich die Angst vor dem Verlassenwerden ablegen und Selbstliebe erfahren.
„Benjamin“ wird in über 300 Selbsthilfegruppen der Ländlichen Erwachsenenbildung im Fachbereich Gesundheit und Selbsthilfe eingesetzt und legt den Fokus auf Angehörige von Suchtkranken, die ihre persönliche Situation aufarbeiten. So soll auch dieses Buch Hilfe zur Selbsthilfe leisten und Wege aufzeigen, den Strudel von Sucht, Gewalt und Abhängigkeit hinter sich zu lassen.

Fazit:
Als ich vom Inhalt von Benjamnis Schatten das erste Mal hörte rümpfte ich innerlich ein wenig die Nase. Nein, nicht weil es um das Thema Sucht und Co-Abhängigkeit geht. Vielmehr wie man das ganze in eine Geschichte mit einem Esel packen will. Als ich dann Anfing zu lesen rückte erst der Hintergrund ein wenig in den Hintergrund. Ich weiß, liest sich komisch, aber es war so. Die Geschichte um Benjamin der sich einsam fühlt und sich entschließt bei dem Bauern, der von seiner Familie verlassen wurde, einzuziehen und weit mehr für ihn zu tun als ein Esel tun sollte ist schön geschrieben. Er geht dann irgendwann seien weg mit all den Höhen und tiefen die es im wahren Leben gibt. Es ist eher ein Märchen, eines jener wo man am Ende etwas mitnehmen sollte. Ich habe etwas mitgenommen. Ich habe mitgenommen dass, nein ich kann es euch nicht verraten. Ich möchte euch nur diese wirklich wunderschöne Geschichte von einem Esel ans Herz legen der mehr als einmal mehr macht als ein Esel tun sollte. Sich mehr aufbürdet als ihm gut tut. Vielleicht kennt ihr auch jemanden der an einer Sucht leidet. Alkohol, Drogen, Zigaretten oder auch alltägliche Dinge worauf Menschen in eurer Umgebung nicht verzichten können, auch wenn sie wollten. Und jeder der so einen Menschen kennt der wird sich ein wenig in Benjamin wieder finden, dem liebenswerten Esel der gar nicht so dumm ist wie man allgemein hin annehmen würde.
MützeMützeMützeMütze

Ein Gedanke zu “Rezension: Benjamins Schatten von Angelika Kaufmann

  1. Herzlichen Dank für Deine schöne Rezension.
    Ich habe mich sehr gefreut, dass Du Benjamin so gut verstanden hast. Nein, dass Du ihn so gut gespürt hast und ihn so liebevoll weiter empfiehlst.
    Herzliche Grüße
    Angelika Kaufmann

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.