Rezension: 50 Tage lebenslänglich von Detlef Vetten

Titel:50 Tage lebenslänglich
Autor:Detlef Vetten
Erscheinungsdatum:18. August 2011
ISBN:978-3868822373
Seitenanzahl:256
Verlag:mvg Verlag

Klapptext:

Wie fühlt es sich an, Alkohol als guten Freund zu haben und mit ihm exzessiv die Tage und Nächte zu verbringen? Wenn man das Leben ohne ihn nicht mehr erträgt und aus Verzweiflung vom Balkon springen möchte, sich aber nicht traut und doch lieber einen Freund anruft? Der Freund alarmiert den Notarzt, der bringt die Polizei mit und die netten Beamten schicken den gescheiterten Balkonspringer in die geschlossene Abteilung der Psychiatrie, wo man sich kümmert. Detlef Vetten, renommierter Journalist, Reporter und Buchautor, hat genau dies erlebt. Er schildert seine Therapie, seine Mitpatienten, deren Geschichten, das Personal, das gesamte Leben auf der Station. Noch nie hat man einen so intimen Einblick in den Alltag einer psychiatrischen Station und ihrer Klienten gewonnen. Und am Ende bleibt das Fazit, dass die Grenze zwischen „drinnen“ und „draußen“ gar nicht so eindeutig zu ziehen ist.

Fazit:

Als ich den Klapptext dieses Buches las dachte ich noch „das hört sicht gut an“. Als ich Anfing zu lesen fiel mir direkt der Schreibstil das Autors auf. Es gibt Dialoge die sich angenehm lesen lassen, aber weite Teile sind aus einer Persektive geschrieben als ob man Ereignisse erzählt nach dem Motto „Ein Freund von mir hat da ein Problem“, obwohl man es selbst hat. Also aus der dritten Warte. Ich persönlich kam damit nicht klar. Ich habe mehrfach angefangen zu lesen, 100 -150 Seiten. Der Inhalt hat sich mir nicht wirklich erschlossen, denn ich war nur damit beschäftigt mit dem Stil klar zu kommen. Ich gab das Buch meiner Mitbloggerin, meinem Teufelchen, auch sie freute sich nach dem Klapptext auf den Inhalt – und auch sie kam damit nicht zurecht. Ich will in diesem Fall mal keine Mützen vergeben, ich habe es nicht geschafft das gesamte Buch zu lesen aufgrund des Stils und da der Inhalt für mich komplett zusammenhangslos war möchte ich es nicht auf die normale Art und Weise bewerten. Mir persönlich hat es absolut nicht gefallen. Die Idee dahinter empfand ich persönlich als sehr interessant. Aber wenn ich es bewerten würde, würden es NICHT 0 oder 1 Mütze werden.

Ein Gedanke zu “Rezension: 50 Tage lebenslänglich von Detlef Vetten

  1. Über die On-Leihe meiner örtlichen Bibliothek bin ich auf das Buch aufmerksam geworden. Und – entgegen meiner Vorschreiberin – ich habe das Buch quasi in einem Rutsch durchgelesen. Was auf den ersten Blick zusammenhanglos wirkt, ist auf den zweiten Blick durchaus schlüssig. Es sind einzelne Lebensgeschichten, von Menschen wie du und ich. Menschen die gerade am Anfang ihres jungen Lebens stehen, und Menschen die ein Erfülltes hinter sich haben. Allen gemeinsam ist, dass sie irgendwie aus der Spur geraten sind und dem Alkohol verfallen sind. Endstation Psychiatrie. Happy end ist die Ausnahme. Das Leben endet zwangsläufig mit dem Tod, bei einigen sehr früh und / oder gewaltsam.

    Das Buch gibt Einblicke in das Seelenleben von Menschen, die gestrandet sind. Schnörkellos geschrieben, zuweilen sehr direkt. Ich kann es nur jedem empfehlen. Nicht nur Lesern, die sich von Berufs wegen mit der Materie beschäftigen.

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