Interview mit Elli Minz

Wer bist du?

Mein Name ist Elli Minz, ich bin ein lebensfroher Mensch, zwischen 22 und 27 Jahre alt, und komme aus einem schnuckeligen Dorf in NRW. Als typisches Landei habe ich in meiner Freizeit mit Vorliebe die Natur erkundet. Im Teenageralter habe ich schließlich das Schreiben für mich entdeckt. Self-Publishing fasziniert mich und ich spüre, dass dies alles erst der Anfang einer wundervollen Reise ist.

Welche Art von Büchern schreibst du?

Ich erfinde Geschichten, die mir beim Schreiben Spaß machen. Momentan schlummern vor allem romantische Buchideen in meinem meinem (digitalen) Schreibtisch. Ich denke, dass ich für die kommenden Jahre genügend Material habe, um viele weitere Liebesromane zu schreiben.

Wie viele Bücher hast du bisher veröffentlicht und welches war, deiner Meinung nach, dein Bestes?

Für immer? Von wegen!“ ist meine erste Veröffentlichung und damit objektiv, also rein logisch, auch mein Bestes. Subjektiv gesehen… gefällt mir mein Debüt ziemlich gut. Das ändert jedoch nichts daran, dass ich die vielen Rückmeldungen, die zu dem Buch bekommen habe, sehr zu schätzen weiß. Und damit kommen wir zur nächsten Frage.

 

 

Woran schreibst du gerade, worauf dürfen wir uns freuen? Magst du uns ein paar Zeilen deines aktuellen Manuskripts hier zeigen?

Ich kann leider nichts aus meinem aktuellen Manuskript preisgeben, weil es noch kein Manuskript gibt. Es gibt jedoch eine gute Nachricht: Die oben genannten Leserstimmen haben mich viel gelehrt. Das bedeutet, dass es im nächsten Buch noch ein wenig turbulenter zugehen wird. Es geht erneut um die große Liebe, diesmal jedoch feinfühliger, rasanter, subtiler. Gegensätze ziehen sich an – vor allem in guten Büchern, wie ich gelernt habe.

Über welches Lob hast du dich, in Bezug auf deine Bücher, bisher am meisten gefreut und von wem kam es? (gerne mit Link falls es schriftlich war)

Am meisten habe ich mich über die Rezension von Sabrina gefreut, in der sie meint, sie könne sich „Für immer? Von wegen!“ sehr gut als Film vorstellen. Es ist ein schönes Gefühl, weil es genau so gedacht war. Vor meinen eigenen Augen haben sich beim Schreiben Filmszenen abgespielt und die wollte ich – wie ein Regisseur sozusagen – auf Video bannen.

Ein Buch ist eine Art Video. Zumindest bei Belletristik ist so, dass wir beim Lesen unterbewusst Bilder sehen und diese zu einem großen Film zusammenfügen. Vor einigen Tagen habe ich in einer anderen Rezension gelesen, dass mein Romandebüt mit „Die Braut, die sich nicht traut“ vergleichbar wäre. Da es sich dabei um einen meiner Lieblingsfilme handelt, freue ich mich natürlich auch ganz besonders über diese Leserstimme.

Wie wichtig ist für dich persönlich der Austausch mit deinen Lesern?

Das Wichtigste ist für mich die freie Entfaltung als Schriftstellerin, der einsame Spaß am Schreibtisch, das literarische Abenteuer mit der digitalen Schreibmaschine und das bloße Gefühl, aktuell das Richtige zu tun. Andererseits habe ich mich durch die Veröffentlichung meines ersten Buches auch der Öffentlichkeit verschrieben.

Ich schreibe weiterhin erst einmal für mich, aber ich behalte den Leser dabei stets im Hinterkopf. Er manifestiert sich – das klingt bestimmt komisch – als eine Art Stimme in mir. Und wenn diese Stimme freundlich spricht und der unsichtbare Sprecher mir mit seiner imaginären Hand auf die durchaus reale (und oft viel zu verspannte) Schulter klopft, dann weiß ich, dass das Geschriebene eine Veröffentlichung rechtfertigt.

Beim ersten Buch musste ich mir dank mangelnder Leser selbst denken, was das Publikum in mir und meinem Text sieht. Beim nächsten kann ich wie gesagt auf die Korrespondenz mit meinen Lesern stützen, die mir das Schreiben um einiges leichter machen.

Ich pflege ich eben diesen besonderen Kontakt über mein eigenes Blog oder (seit Januar 2014) auch über Twitter.

Wie gehst du mit negativen Reaktionen zu deinen Büchern um?

Ich akzeptiere sie als Teil des Ganzen. An konstruktiver Kritik kann ich wachsen. Mit unkonstruktiver Kritik gehe ich gelassen um. Ich habe vor drei oder vier Jahren mal einen Vortrag von Tim Ferriss zum Thema auf Vimeo gesehen. Er meinte: 10% of the people will find a way to take anything personally. Expect it.“ (Link zum hervorragenden Video: http://vimeo.com/11843466)

Was sind deine drei größten schwächen in Bezug auf dein schreiben?

  1. Ich bin ungeduldig und treibe die Story manchmal zu schnell voran
  2. Ich habe mich bisher nicht getraut, eine Geschichte aus der Ich-Perspektive zu schreiben
  3. Hatte ich schon erwähnt, dass ich oft zu ungeduldig bin?

Wie wichtig sind für dich Buchblogs, so wie dieser hier? Siehst du Blogs nur als gute „Werbeplattform“ für dein an, was wir zweifelsohne sicher sind, oder stöberst du auf solchen auch gerne mal selbst ein wenig?

Kurz: Sehr wichtig. Ich bin Self-Publisherin, ohne mutige Buchblogger, die sich an eine „Indie-Geschichte“ heranwagen, hätte ich kaum eine Chance. Es ist eine Win-Win-Win-Situation und die mag ich am liebsten. Der Buchblogger bekommt ein Buch gestellt und darf es gratis lesen. Wir alle wissen, dass der Lesehunger der meisten Buchblogger kaum zu stillen ist! Der Leser orientiert sich an den Empfehlungen jener Buchblogger und kann sich so im unübersichtlichen Literaturdschungel besser zurechtfinden. Ich erfreue mich schließlich an den Leserstimmen.

Da ich momentan noch zwischen Marketing für #1 und Planung für #2 pendele, komme ich kaum zum Lesen. Ich habe beim Stöbern jedoch schon einige Perlen auf einschlägigen Buchblogs gefunden, die ich im Buchladen garantiert nicht entdeckt hätte.

Welchen Fakt wussten deine Leser bisher noch nicht über dich?

Ich spiele sehr gerne am Computer. Am liebsten klassische Adventures, in denen spannende Geschichten erzählt werden, die mich Teil des Spiels werden lassen, z.B. Monkey Island, Day of the Tentacle oder Botanicula.

Mir wird gerade bewusst, dass ich meine Tweets in Zukunft mit #nerd unterschreiben sollte 🙂

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