Gastrezension von Solitary zu Mein fahler Freund von Isaac Marion

Kaum ist das letzte Gewinnspiel aus, schon ist die erste Rezension da, ok, ich gebe zu sie liegt hier schon einige Tage 😉

Das Buch zu der Rezension hat Klett Cotta gesponsert (nochmal vielen lieben dank hierfür) und Solitary hatte es gewonnen.

Sie durfte “Mein fahler Freund” von Isaac Marion lesen.

Darum geht es in dem Buch:

»Das ist die Ironie, wenn man ein Zombie ist: Alles ist komisch, aber man hat nichts zu lachen, weil einem die Lippen verrottet sind.« Mit atemberaubendem Drive und sprühen dem Witz legt Isaac Marion den ersten menschlichwarmen Zombie-Liebesroman vor. Ein Fest nicht nur für Liebhaber dunkler Genüsse.

R ist ein Zombie. Es ist ihm peinlich, dass er sich nur an den ersten Buchstaben seines Namens erinnern kann. Wie die anderen Zombies verbringt R seine Zeit mit Herumstehen und Stöhnen. Was die Wenigsten wissen: Tot sein ist leicht.
Bei einem der Raubzüge in der Stadt trifft R auf Julie. Dummerweise hat er gerade das Hirn ihres Freundes gegessen. R weiß nicht warum, aber er verliebt sich unsterblich in Julie – ausgerechnet in ein lebendes menschliches Wesen.
»Mein fahler Freund« erzählt die Geschichte des bestaussehenden und charmantesten Zombies aller Zeiten.

So nun halte ich jetzt meinen Mund und sie darf hier Ihre Meinung dazu bekannt geben.

Meine Rezension: Die Welt ist nahezu zerstört, die Menschheit ist mit einem Fluch belegt, welcher sie zu Zombies werden lässt. Die wenigen Menschen, die noch existieren verstecken sich oder rotten sich zu Gruppen zusammen und verschanzen sich z.B. in großen Fußballstadien, wo sie versuchen als Selbstversorger zu überleben. Die Zombies sind weit in der Überzahl, einer von ihnen ist R. R lebt mit vielen anderen Halbtoten in einem verlassenen Flughafen. Die Zombies, deren Körper mit der Zeit immer mehr verwesen, bis sie schließlich einfach zum Stillstand kommen und sterben, haben nur noch eine wirklich Sache, die sie befriedigt, das „Fressen“. Und was fressen Zombies wohl? Ganz richtig! Menschen! Als R eines Tages mit seinem Zombiekumpel M und ein paar Anderen in die Stadt aufbricht und auf eine Gruppe Jugendlicher und Kinder trifft, sieht er Julie. Ihren Freund hat er gerade gefressen, doch Julie verschont er. Julie ist einem Schock und weiß nicht, daß R derjenige ist, der ihren Freund getötet hat. Er versteckt Julie auf dem Flughafengelände in einem leeren Flugzeug. Das Gehirn des Freundes hat er sich aufgehoben und genießt quasi immer mal wieder etwas davon. Immer wenn er das tut bekommt er Rückblicke aus dessen Leben und erfährt mehr über ihn und Julie´s Verhältnis zu ihm etc.

So weit so gut, ich muss sagen, mich konnte das Buch weder fesseln noch überzeugen. Die Idee, daß Zombies wieder zurückverwandelt werden an sich hätte mir gefallen können, allerdings war mir der Inhalt als ganzes einfach zu suspekt. Ein Zombie, der sich zwar nicht mehr an seinen Namen erinnert, keinen klaren Satz mehr sprechen kann und im Grunde nur frisst und stöhnt, dann aber durch den Genuss eines menschlichen Gehirns plötzlich wieder Gefühle bekommt, sich in eine Menschenfrau verliebt etc. schön und gut. Aber daß sie diese Frau dann auch noch auf ihn einlässt. Auf jemanden, der schon teilweise verwest ist? Ich weiß nicht. Vielleicht bin ich einfach zu wenig fantasievoll, aber ich hatte beim Lesen ständig alles bildlich vor Augen. Das zum Teil wirklich brutal beschriebene und detaillierte Auffressen von Menschen, welches mich schon fast an Splattermovies erinnerte sowie ein Mädchen, das sich scheinbar vor nichts so wirklich ekelt. Sie schläft in einem Flugzeug umgeben von Zombies, bewegt sich für meine Begriffe sehr unerschrocken zwischen den Zombies. Also, ich weiß nicht? Für mich ist das Buch etwas zu fantasievoll, es hätte mir besser gefallen, wenn Julie deutlich mehr Ängste ausgestanden hätte und R nicht so schnell umgeschwenkt wäre.

Vielleicht wäre das Buch in der zweiten Hälfte deutlich besser geworden. Ich weiß es nicht, da ich es abgebrochen habe. Es tut mir leid, aber es trifft so gar nicht meinen Geschmack. Gerne würde ich für dieses Buch einen Gastrezensenten suchen, falls Christina mir das zugesteht.

Meinetwegen darfst du dir gerne einen Gastrezensenten suchen, vielleicht ist es für diesen etwas.

Falls das Buch dennoch etwas für euch sein sollte, könnt ihr es übrigens hier erwerben.

3 Gedanken zu “Gastrezension von Solitary zu Mein fahler Freund von Isaac Marion

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.