Gastinterview von Hund zu Hund von Lola mit Goliath dem Rettungshund

Heute möchte ich euch noch ein Interview präsentieren welche nicht ich sondern meine Hündin Lola geführt hat, denn sie ist hier die Spezialistin und wenn ich schon so jemanden an der Leine habe überlasse ich ihr gerne den Job 😉

Bevor ich jetzt was über sie erzähle soll sie lieber selbst etwas über sich erzählen 😉

Ich gebe somit meine Tastatur hiermit ab!

Wuff!

Frauchen kann echt faul sein, nur weil es um Goli geht, dem Rettungshund aus dem Piepmatz Verlag der sein eigenes Buch bekommen habe musste ich mich aus meinem Körbchen quälen, obwohl es gerade so gemütlich dort war und die Lektüre so angenehm *gähn

Normalerweise lässt Frauchen mir ja meine Ruhe, aber nicht so wenn es um ihre Bücher geht! Naja, so musste ich eben raus. Aber lasst mich euch mal kurz vorstellen, ich bin Lola, und mein Frauchen betreibt diesen Blog, neben ihrem Schatz bin ich mit die wichtigste Person in ihrem täglichen Umfeld. Oder der eben DER wichtigste Hund. Ich begleite sie seit 2 Jahren auf Schritt und tritt, denn da hat sie mich aus dem Tierheim geholt, da war ich gerade 1 Jahr alt, wenn ihr mit gerechnet habt wisst ihr nun das ich drei bin. Wenn man mir einen gefallen tun will spielt man mit mir Ball oder verwöhnt mich mit Salatgurken, Möhren oder aber auch Paprika. Aber da es hier ja nicht um mich geht will ich euch jetzt erst einmal meinen Interviewpartner vorstellen.

*tadaaaa

Goli der Rettungshund! Das ist der, der sein eigenes Buch bekommen im Piepmatz Verlag und da hatte ich natürlich ein paar Fragen an ihn.

Aber vorher lasst mich bitte noch meinen professionellen Interviewblick aufsetzten 😉

Wuff!

 

Lieber Goli vielen lieben Dank, dass du dich für dieses Interview zur Verfügung stellst.

Klar möchte ich ganz hundische Dinge von dir wissen, denn schließlich bin ich ja selbst einer und da kommen natürlich ganz andere Fragen auf, als wenn unsere Menschen die stellen würden – von daher gleich die erste:

Was ist dein Lieblingsfressen? Und hast du nach deinen Einsätzen etwas anderes bekommen, als an den Tagen, an denen du zu Hause warst?

Liebe Lola,

ich habe kein Lieblingsfressen, da ich so verfressen bin, dass ich alles herunterschlinge, was essbar ist. Nach den Einsätzen hat Yvonne immer ihre Einsatzverpflegung mit mir geteilt. Meistens waren das Würstchen, Frikadellen und Brote.

 

Wie bist du eigentlich zum Rettungshund geworden? Wolltest du das immer schonmal machen? Oder hat dein Frauchen dich dazu überredet?

Zum Rettungshund bin ich geworden, weil mein Frauchen mich irgendwann mal mit zum Training genommen hat. Am Anfang habe ich keine richtige Lust gehabt, dann habe ich aber schnell gemerkt, dass es beim Training immer tolle Leckerchen für gute Arbeit gab.

 

Und was müsste ich können, um einer zu werden? Oder muss man noch Welpe sein, um auserwählt zu werden?

Um ein Rettungshund zu werden, musst du auf jeden Fall kerngesund sein, weil die Arbeit sehr anstrengend ist. Außerdem musst du die Menschen lieben und gute Nerven haben. Alles andere kann man trainieren. Die meisten Rettungshundestaffeln nehmen nur Welpen oder Junghunde bis zu einem Alter von einem Jahr auf. Die Ausbildung dauert ja mindestens zwei Jahre und mit zehn Jahren ist dann meistens schon wieder Schluss. Also ist die Zeitspanne, in der ein Hund als Rettungshund arbeiten kann, nicht allzu groß.

 

Hattest du auf deinen Einsätzen nicht manchmal Angst? So fast allein im dunklen Wald oder wenn du über Trümmer klettern musstest?

Bei Einsätzen hatte ich nie Angst, weil ich ja auf alle Situationen im Training vorbereitet wurde. Die Hundeführer und Hundeführerinnen entscheiden immer für ihre Hunde, ob ein Einsatz – zum Beispiel bei zu starker Rauchentwicklung nach einem Brand oder bei einer vermissten Person mit einer Waffe – möglich oder zu gefährlich ist. Ich weiß aber, dass Yvonne sehr große Angst um mich hatte, als wir den Einsatz nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs hatten. Nur die leichten Hunde durften wegen der Einsturzgefahr die Trümmer betreten, die Hundführer mussten am Rand warten und uns mit Stimme und Handzeichen dirigieren. Das nennt man „detachieren“ und wird regelmäßig im Training geübt.

 

Hast du denn bei deinen Einsätzen neue Freunde gefunden? Oder hast du mal im Nachhinein ein Leckerchen-Paket nach Hause geschickt bekommen von den Leuten, die du gerettet hast?

Für Freundschaften hat man im Einsatz keine Zeit, allerdings war es immer schön, bekannte Hunde aus anderen Staffeln wiederzusehen. Nach den Einsätzen sind wir meistens alle zusammen spazieren gegangen und konnten herumtoben. Und natürlich gab es zu Hause dann eine doppelte Portion Futter für mich.

 

Sag mal, was mir da gerade noch einfällt, wie viele Menschen hast du eigentlich gerettet?

Yvonne und ich haben mehrere Personen gefunden. Das zählt allerdings nicht, denn im Einsatz arbeiten verschiedene Hundestaffeln, Polizei, Hubschrauber und Feuerwehr zusammen. Es ist egal, wer die Person am Ende findet – hauptsache sie wird gerettet. Es ist ein Verdienst aller Teams.

 

Der Wolfgang schrieb ja über dich, dass du teilweise auch nachts los musstest. Für mich als ausgewiesene Schlafmütze wäre das ja nichts. Hattest du denn auch da immer Lust oder musste dich Frauchen auch schon mal schlafend zum Auto tragen?

Die meisten Einsätze haben nachts zwischen 23 Uhr und 4 Uhr stattgefunden. Das kommt daher, dass man tagsüber mit Suchmannschaften der Polizei und der Feuerwehr sehr gut suchen kann. Spätestens wenn es dann dunkel wird, ruft die Polizei meistens die Rettungshundestaffeln. Ich fand es immer supertoll, wenn nachts Yvonnes Alarmierungsmelder piepste. Dann wusste ich immer, dass mir wieder ein Abenteuer bevorstand. Meistens stand ich schon ganz lange an der Haustür und wartete ungeduldig, bis Yvonne sich endlich die Einsatzkleidung angezogen hatte.

 

Ich habe auch gelesen, dass du schon in Rente bist – war der Übergang schwer? Also vom aktiven Arbeitsleben in ein Rentnerdasein?

Wenn ein Hund acht Jahre alt ist, absolviert er meistens seine letzte Rettungshundeprüfung. Diese gilt dann noch für zwei Jahre. Im Laufe dieser zwei Jahre muss der Hundeführer entscheiden, ob die Knochen, Sehnen, Gelenke und die Nase noch so gut sind, dass der Hund in den Einsatz gehen kann. Schließlich geht es ja um Menschenleben und nicht darum, welcher Hund am längsten arbeitet kann. Ein Fehler könnte schlimme Folgen haben. Deshalb hat Yvonne gesagt, dass ich mit neun Jahren aufhören soll und hat sich einen jungen Riesenschnauzer für die nächsten Jahre ausgesucht. Dem habe ich alle meine Tricks verraten und jetzt ist auch er ein toller Rettungshund.

 

Was machst du heute? Bist du von Zeit zu Zeit noch bei deiner Staffel? Oder hilfst du jungen Hunden beim Lernen? Oder bist du etwa Vollzeitrentner, der es sich einfach nur gut gehen lässt?

Wenn man so viele Einsätze bei Wind und Wetter absolviert hat wie ich, freut man sich irgendwann darauf, wenn man nachts nicht mehr aufstehen muss. Ich nehme aber weiterhin am Training teil, suche dann aber nur, wenn ich Lust habe.

 

So lieber Goli, mehr Fragen habe ich gerade nicht, obwohl, eine hundische hätte ich da noch. Was ist eigentlich dein Lieblingsspielzeug? Ich selbst bin ja ein richtiger Balljunkie und alles, was rund ist, liebe ich. Also, was ist deins?

Ein Lieblingsspielzeug habe ich nicht, weil ich ja nie ein großer Spieler war. Mir reicht es, wenn eine kleine Dose mit Fleischwurst geworfen wird. Die fange ich dann aus der Luft, knacke sie auf und esse alles auf.

 

Lieber Goli, vielen lieben dank für das Interview! Vielleicht magst du die Sandra vom piepmatz Verlag, in dem das Buch erschienen ist, ja mal fragen, ob man dich irgendwann als Plüschvariante kaufen kann, denn das wäre doch was Schönes und so könnte ich dich immer in meinem Körbchen haben.

Viele liebe Grüße

deine Lola

Liebe Lola, ich hoffe, dass ich deine Fragen beantwortet habe. Wenn du noch mehr wissen willst, kannst du dich ja melden.

Viele Grüße

GOLIATH

 

Ihr habt sicherlich mitbekommen das die Sandra vom Piepmatz Verlag nix geschrieben hat, daher hat Frauchen nochmal nachgehakt und da schrieb sie dies:

Eine Plüschvariante von Goli ist in Planung, hängt aber leider noch an der Umsetzung und der Finanzierung. Ich werde es aber auf keinen Fall aus den Augen verlieren und bleibe dran. Auch wird pro Plüschgoli 1,- Euro an die ehemalige Hundestaffel von Goli gespendet werden. Das ist doch eine wahrhaft tolle Sache, nicht? Kuscheln und gleichzeitig Gutes tun!

 

Ich will nämlich gerne so einen für mein Körbchen haben!

So wer jetzt mehr über Golis Buch wissen möchte findet übrigens hier eine Leseprobe und kann das Buch für nur 6,95€ Versandkostenfrei HIER bestellen. Ich werde es mir jetzt bestellen und mir von Frauchen vorlesen lassen.

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