Exklusives Interview mit Verlagschefin Sandra Vogel vom Piepmatz Verlag zur Veröffentlichung Ihres ersten Buches

Gestern hat Fiona für uns so schön 2 Geschichten aus der LeseBlüten Prosa, die am 13. Dezember 2010 erscheint, des Piepmatz Verlages gelesen. Heute habe ich die Ehre euch ein Interview veröffentlichen zu dürfen.

Ich hatte die Verlagschefin schon vor einiger Zeit in die Pflicht genommen das erste Interview mit ihr führen, in Bezug auf die LeseBlüten Prosa. Und es hat geklappt

Bevor ich jetzt noch viele Worte verliere ist hier das Interview:

 

Vielen lieben Dank, dass du dich zu diesem Interview bereit erklärt hast. Ich weiß, dass du momentan sehr viel zu tun hast. Aber der Grund hierfür ist ja genau dieser freudige Grund. Denn der piepmatz Verlag veröffentlicht sein erstes Buch, die LeseBlüten Prosa-Anthologie.

 

Daher auch gleich meine erste Frage an dich. Wie fühlst du dich momentan? Es muss doch momentan eine extrem aufregende Zeit für dich sein, oder?

Ja, das stimmt. Ich bin sehr gespannt, wie das Buch bei den Lesern ankommen wird. Ich habe es vorab einigen Rezensenten geschickt und bisher nur positives Feedback erhalten. Aber das Buch besteht aus vielen Kurzgeschichten verschiedener Genres – es muss also nicht sein, dass alle Geschichten jedem gefallen. Aber ich denke, es ist für jeden etwas dabei – ich freue mich schon sehr auf die ersten Leserreaktionen.

 

Hast du erwartet, dass du noch in diesem Jahr das erste Buch heraus bringen könntest?

Ich habe es natürlich gehofft, aber sichergehen konnte ich mir nicht, denn die Fertigstellung einer Anthologie hängt davon ab, wieviele Autoren Beiträge einsenden und in welchem Zeitraum. Umso mehr habe ich mich dann gefreut, dass ich es vor Weihachten geschafft habe.

 

Ich glaube kaum ein Leser kann sich wirklich vorstellen wie viel Arbeit in so einem Buch steckt, daher würde ich doch gerne mal wissen wie viele Stunden alleine nur für dieses Buch schon gearbeitet hast?

Ohje, das kann ich so gar nicht genau sagen. Die Arbeit, die ich gemacht habe, war aber schon sehr zeitaufwendig. Zuallererst gestaltete ich das Cover und machte Werbung für die Ausschreibung. Das war gar nicht so einfach, denn piepmatz kannte noch niemand. So langsam trudelten die ersten Geschichten ein. Insgesamt waren es 75 Manuskripte, von denen ich alle gelesen habe (17 wurden abgelehnt). Jeder Autor erhielt daraufhin eine Bestätigungs- oder Ablehnungs-eMail. Daraufhin musste jeder Autor mir eine Autorenvereinbarung per Post senden, die ich auch alle schriftlich per Post bestätigte. Die Manuskripte und Autorenvereinbarungen heftete ich alle in einen Ordner und legte eine Excel-Liste mit Namen der Autoren an. Als alle Plätze vergeben waren, wurden die Texte lektoriert und gesetzt. Text setzen heißt nicht im Word ein bisschen an der Schriftart und -größe feilen, nein, Text setzen heißt in einem professionellen Textsetzprogramm Einzüge zu machen, den Text an Stellen, wo er zu eng läuft weiter zu machen und wo er zu weit läuft enger zu machen. Hier saß ich gute 48 Stunden nur am Texte setzen. Am Ende wurde das ganze Buch nochmal Korrektur gelesen und der Umschlag gestaltet. ISBNs mussten auch noch bestellt werden und Werbung gemacht werden (Flyer, Lesezeichen, Pressemitteilungen). Dann ging das Buch zur Druckerei und ich hatte die Aufgabe Werbemaßnahmen zu entwickeln. Ich recherchierte nach Rezensenten und Buchhandlungen, die ich anschrieb. Alles in Allem kann ich ehrlich nicht sagen, wieviel Zeit in diesem Buch steckt, aber es waren sicher nicht nur ein paar Handgriffe, das kann ich auf jeden Fall sagen. Und so gesehen ist es ja noch nicht vorbei – nun kommen noch Pressemitteilungen, weitere Werbung, Messen und natürlich der Buchverkauf – ich tüte jedes Buch eigenhändig ein, schreibe Rechnungen, gehe zur Post usw. – und bei fast 200 Vorbestellungen ist das kein Zuckerschlecken! 😉

 

Aber nun will ich aber mal Butter bei de Fische, wie kommt eine junge Frau wie du dazu gerade einen Verlag zu gründen?

Meine Großeltern haben einen Verlag und da ich Grafik-Designerin und bibliophil bin und das super zusammenpasst, habe ich beschlossen auch einen Verlag zu gründen – ganz einfach 🙂

 

Sandra Vogel kennen meine Blogleser ja schon vom Interview über werliestwannwo und man hat das Gefühl, du würdest nur arbeiten, auch viele Autoren sind ja von deinem Service sehr überzeugt und loben den piepmatz Verlag auf Facebook. Wenn du jetzt einmal zusammenfassen sollst was für dich wichtig ist in deinem Verlag, was wäre das?

Am allerwichtigsten ist mir der Kontakt zu den Autoren. Ich versuche den Kontakt auf einer freundschaftlichen Ebene aufzubauen, da meiner Meinung nach so die Korrespondenz zwischen mir und den Autoren einfacher ist und vertrauter. Anhand von Feedback per eMail oder Facebook habe ich auch schon gemerkt, dass meine offene freundliche Art bei den Autoren sehr gut ankommt und das freut mich natürlich sehr – so soll es sein 🙂

 

Aber eigentlich wollte ich ja mehr über die LeseBlüten erfahren. Daher meine erste Frage dazu, wie kamst du gerade auf diesen Titel? Übrigens das Cover finde ich wunderschön.

Danke erstmal 🙂 Nunja, das mit dem Namen ist ganz einfach. Die LeseBlüten ist eine Anthologie – das heißt ein Buch, in dem mehrere Autoren teilgenommen haben. Anthologie wird umgangssprachlich auch Blütenlese genannt. Hier Zitat aus Wikipedia:

Eine Anthologie oder Blütenlese (gr. anthologiá “Sammlung von Blumen”, vgl. die lateinische Lehnübersetzung florilegium) ist eine Sammlung ausgewählter Texte verschiedener Autoren oder eine themenbezogene Zusammenstellung aus literarischen, musikalischen oder grafischen Werken.

 

(Quelle: Wikipedia)

 

Und da es schon viele Bücher mit dem Namen Blütenlese gab, dachte ich, ich drehe das Wort einfach um :-)

 

Was ist das Besondere an den LeseBlüten?

Das Besondere an den LeseBlüten ist wahrscheinlich die Vielzahl an Autoren und deren Geschichten. Soweit ich weiß sind sehr viele persönliche Geschichten dabei, die den Autoren eine Menge bedeuten, weswegen es mich umso mehr freut, dass sie an den LeseBlüten teilgenommen haben. Ich denke es war ganz gut die erste Anthologie ohne Thema zu lassen, so konnten wirklich die verschiedensten Genres eingereicht werden, von denen ich manche gar nicht thematisch zuordnen könnte – diese also vielleicht sonst nie erschienen wären. Und das wäre doch sehr schade.

 

Wie viele Autoren konntest du für dieses Buch gewinnen? Sind dort auch welche dabei, die wir Leser evtl. auch schon aus anderen Büchern oder Veröffentlichungen kennen?

Ingesamt haben 47 Autoren teilgenommen, von denen es 41 schlussendlich ins Buch geschafft haben. Es gibt ein paar Autoren, die wohl zum ersten Mal veröffentlicht werden, aber einige haben auch schon an anderen Anthologien teilgenommen. Ein paar haben sogar schon eigene Romane veröffentlicht.

 

Und was für Geschichten erwarten uns?

Alles querbeet 🙂 es gibt Liebesgeschichten, Fantasy, Krimi, Trauriges, Nachdenkliches, Humorvolles. Ich denke, es ist für jeden etwas dabei 🙂

 

Da ich ja weiß, dass deine Zeit momentan sehr begrenzt ist, möchte ich nun bald zum Ende kommen, daher lass mich dich bitte noch fragen wie du uns die Wartezeit verkürzt bis zum 13. Dezember? Was für Aktionen planst du, oder was läuft ggf. schon?

Nun sind es ja nur noch 6 Tage – aber es gibt z.B. ein Video einer Rezensentin, in der sie zwei Geschichten des Buches vorliest. Dies als kleiner Vorgeschmack auf das Buch. Auch hoffe ich, dass es noch ein paar Rezensenten vor der Veröffentlichung schaffen eine Rezension zu schreiben. Ich werde diese dann bei Facebook und twitter posten.

Und gegebenenfalls lasse ich mir noch was einfallen 🙂

 

Gibt es noch etwas was du gerne sagen möchtest hier?

Ja, ich freue mich sehr, dass das erste Buch „LeseBlüten Prosa 2010“ so erfolgreich zustande gekommen ist und ich bin schon sehr gespannt, wie es bei den Lesern ankommen wird.

Und wer über das Bestellformular der Verlagswebsite bestellt, nimmt an der Verlosung zweier Exemplare teil 🙂

Viel Glück!

4 Gedanken zu “Exklusives Interview mit Verlagschefin Sandra Vogel vom Piepmatz Verlag zur Veröffentlichung Ihres ersten Buches

  1. Frau Sandra Vogel ist einfach die weltbeste Verlegerin und der Piepmatz Verlag ist schlicht SUPER! Das Cover der Leseblüten ist sehr ansprechend und der Inhalt bestimmt ebenso gut. Am 13. wird die Welt ein Stückchen reicher sein… DANKE Frau Vogel, dass nenne ich Autoren-Motivation!

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