Rezension: Er ist wieder da von Timur Vermes

Titel:Er ist wieder da
Autor:Timur Vermes
Erscheinungsdatum:Februar 2013
ISBN:978-3785747414
Seitenanzahl:
Verlag:Bastei Lübbe


Klapptext:
Ein literarisches Kabinettstück erster Güte Sommer 2011. Adolf Hitler erwacht auf einem leeren Grundstück in Berlin-Mitte. Ohne Krieg, ohne Partei, ohne Eva, im tiefsten Frieden, unter Tausenden von Ausländern. 66 Jahre nach seinem vermeintlichen Ende strandet er in der Gegenwart und startet gegen jegliche Wahrscheinlichkeit eine neue Karriere – im Fernsehen. Dieser Hitler ist keine Witzfigur und gerade deshalb erschreckend real. Und das Land, auf das er trifft, ist es auch: zynisch, hemmungslos erfolgsgeil und auch trotz Jahrzehnten deutscher Demokratie vollkommen chancenlos gegenüber dem Demagogen und der Sucht nach Quoten, Klicks und „Gefällt mir“-Buttons. Eine Persiflage? Eine Satire? Polit-Comedy?

Fazit:
Wohl kaum ein Buch wurde in diesem Jahr bisher so diskutiert wie dieses. Denn es handelt vom vermutlich größten Verbrecher Deutschlands des letzten Jahrhunderts, dem Mann der über 6.000.000 Menschen auf dem Gewissen hat und der in letzter Zeit zu einer Ulk Figur verkommt.

Auch dieses Buch nimmt „Herrn Hitler“ aufs Korn. Er erwacht in unserer Zeit und schlägt sich mit allerhand für uns „normalen“ Alltagsproblemen herum. Der Ansatz ist, was wäre, wenn genau das heute passieren würde? Was würde Adolf zu Multi-Kulti sagen? Was würde er zu den heutigen Tageszeitungen sagen? Welchen Job würde er machen? Und vor allen Dingen was würde er zum Ausgang „seines“ Krieges sagen? Und könnte er noch immer die Massen begeistern? Wenn man sich einmal genauer mit dem Gedanken befasst, fallen einem viele Fragen ein, Timur Vermes gibt uns in „Er ist wieder da“ seine Antworten auf diese Fragen. Meiner Meinung nach könnte es sich so dann wirklich zutragen.

Aber viele Verteufeln dieses Werk, welches ich als Hörbuch gehört habe. Christoph Maria Herbst macht einen sensationellen Job und spricht den Hitler so, wie man es sich vorstellt oder zum Teil aus alten Dokumentationen kennt. Aber vielleicht gibt es u.a. genau deswegen so viel Kritik.

Ganz ehrlich? Ich finde es schade, dass viele dieses Werk alleine deswegen verabscheuen wg. seines Hauptcharakters, denn auch wenn er hier nicht nur als der böse Mensch dargestellt wird, der er war, so regt das Buch doch dazu an zu schauen was wahr ist und was nicht, und wenn man sich durch ein solches Buch wieder mehr mit der Geschichte auseinandersetzt und sich bewusst macht was dieser Mann getan hat dann hat es das erreicht was viele Dokumentationen heutzutage nicht mehr schaffen … die nächste Generation erreicht, die sich hoffentlich nicht mehr ständig dafür entschuldigen muss, was ihre Ur-Ur-Eltern Generation verbockt hat … oder fehlt gar schon ein Ur?

MützeMützeMützeMützeMütze

4 Gedanken zu “Rezension: Er ist wieder da von Timur Vermes

  1. Ich habe dieses „Buch“ gelesen und kann nicht verstehen,was da so für Zustimmung bei anderen Lesern zu finden ist.Diesen Verbrecher nochmals zu erwecken ist doch das Letzte was mir in meinem Leben untergekommen ist.
    Ich habe den sogen.Umsturz 1945 miterlebt,bin in keiner Partei usw.und denke,es ist an der Zeit,diesen „Führer“ endgültig verschwinden zu lassen.
    Schade um das viele verschwendete Papier!
    Keine Weiterempfehlung!!

    1. Als Buch hätte ich vermutlich ähnlich bewertet, die Hörbuchfassung war dagegen in meinen Augen sehr gelungen. Ich denke man sollte diese Person nicht vergessen, denn sie hat viel Leid gebracht und auch meine Generation die mit diesem Mann nicht aufgewachsen ist sollte wissen welche Gräueltaten begangen hat damit wir hoffentlich merken wenn uns jemand in eine neue Ära dieser Person führen will. Ich mag auch mal den Satirischen Umgang mit dieser Persönlichkeit. Auch wenn man nicht vergessen darf was er getan hat bzw. wohinter er steckt.

  2. Ich muss leider sagen, dass ich mich das Buch einfach gelangweilt hat. Ich habe es nicht wegen der Hauptfigut abgelehnt, aber ich mir war es zwischendrin oft auf eine komische Art zu „nostalgisch“, was ich immer für etwas gefährlich halte. Aber wie gesagt – das große „mäh“ Gefühl hat mich davon abgehalten, das Buch fertig zu lesen. Aber Respekt vor dem geschichtlichen Wissen von Timur Vermes (ich habe gehört, er hat das Buch in zwei Wochen geschrieben) und ich habe auch schon viel Gutes über das Hörspiel gehört.

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